Geschichte

Herr Erich Werner ist der Begründer unserer Firma. Er verbrachte seine Jugend in der Nähe von Berlin, wo er versuchte als Spargelbauer Fuß zu fassen. Als dies misslang zog es ihn ins Ruhrgebiet, wo er in den 1920er Jahren unsere Firma als Ziegelei gründete.

Damals war diese noch in Dortmund Wambel.

Als Randbemerkung ist vielleicht erwähnenswert, das sich der Steinbruch für die Ziegelei am Borsigplatz befand und das der Sprengmeister ein ausgebildeter Konditor war.

Herr Werner an sich war auch eine Zeit als Berufsschullehrer für Schlosser tätig und hatte ein großes Geschick im schmieden. Gerade seine geschmiedeten Tiere sollen nach Aussagen meiner Eltern enorm gut gewesen sein.

Durch die Weltkriege bedingt konnte er die Firma weiter ausbauen und errichtete in den 30er Jahren eine Zweigstelle in Dortmund Körne als Schlosserei. Damalige Anschrift war Körner Hellweg 112, da es die Wormsstr. noch gar nicht gab. Zur Nordseite erstreckten sich bis zum etwa 600 Meter entfernten Bahngeländer nur Wiesen.

Mitte bis Ende der 40er Jahre übergab Herr Werner dann die Firma an seinen Schwiegersohn Bruno Rabe, der unserer Firma seinen Namen gab.

Dieser schloß die Ziegelei und baute dafür den Schlosserei Betrieb weiter aus. Auf offiziellen Schriftstücken wurde die Firma mit Apparatebau bezeichnet obwohl meinen Eltern keinerlei Apparate (also mechanische oder elektromechanische) Arbeiten in Erinnerung geblieben sind.

In den 50er Jahren baute er die Häuser der Wormsstr. 11 und 13 und trug erheblich zum Aufbau der Handwerkskammer in Dortmund bei. Selbst war er dort im Meisterprüfungsausschuss aktiv.

Im Ausbildungszentrum Ardeystr. hing vor ein paar Jahren noch sein Bild.

Nachdem die 2 Söhne von Herrn Rabe es 1972 ablehnten die Firma ihres Vaters zu übernehmen, nahm mein Vater Karl-Heinz Wittler die Firma. 2 Jahre zunächst als Teilhaber, bis sich Herr Rabe 1974 komplett zurückzog.

Wie auch Herr Rabe war mein Vater im Meisterprüfungsausschuss tätig.

Mein Vater leitete die Firma bis zum Jahr 2003, wo er, nachdem er in 48 Berufsjahren ohne Krankenschein, nach kurzer Krankheit (Abart von ALS) innerhalb von 12 Wochen verstarb.

Zu diesem Zeitpunkt ging die Firma in die Hände meiner Mutter Gisela Wittler über, die die meisten Arbeiten an mich übergab und sich nur noch der Buchhaltung und den Telefonkontakten widmete.

Als auch diese im Jahr 2012 verstarb wurde ich, Jörg Wittler, als eingetragener Kaufmann, alleiniger Inhaber der Firma.